Pressemitteilung zum Internationalen Tag der Muttersprache

 

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Internationaler Tag der Muttersprache

Anspruch und Wirklichkeit in Deutschland

Der 21. Februar wurde im Jahr 2000 von der UNESCO als Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit" ausgerufen.

Durch die zunehmende Migration hat dieser Tag auch in Deutschland eine besondere Bedeutung gewonnen.

Schon im Jahr 1964 hat die Kultusministerkonferenz mit einem Beschluss zum "Unterricht für Kinder von Ausländern" für ausländische Kinder und Jugendliche neben der Schulpflichtregelung die Förderung der deutschen wie der jeweiligen Muttersprache in der Schule angeregt. Diese Empfehlungen wurden in den Jahren 1971, 1976 und 1979 überarbeitet, mit der Forderung neben der Erlernung der deutschen Sprache die Kenntnisse in der Muttersprache zu erhalten.

Die „Muttersprachenvielfalt" in Deutschland ist mittlerweile keine vorübergehender Zustand, sondern zu akzeptierendes und förderndes Potential.

Die Realität in unserem Land deckt sich leider nicht mit den oben genannten Zielen. Seit Jahren ist ein Rückgang der muttersprachlichen Angebote an Schulen, insbesondere für Kinder mit türkischem Migrationshintergrund zu beobachten.

Der Trend im Bildungssystem geht in Richtung einer unterschiedlichen Wertigkeit der existierenden Muttersprachen.

Seit ihrer Gründung zählt die Erhaltung und Förderung der Muttersprache für FÖTED zu wichtigsten Aufgaben, da Muttersprache als Ausdruck der kulturellen Identität und damit für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder wichtig ist. . Auf dieser Grundlage erneuert die FÖTED ihre Forderungen nach

- einer Reform und Weiterentwicklung der vorschulischen Erziehungs-/Bildungseinrichtungen, im Sinne der Multikulturalität und der Mehrsprachigkeit.

- einem Ausbau - und nicht nach Verringerung - der bestehenden mutter- und zweisprachigen Angeboten an den Schulen.

- der Aufnahme der am meisten gesprochenen Minderheitensprachen, wie Türkisch als Muttersprache in das Erziehungs-/ und Bildungssystem und in den Rahmenplan der Schulen sowie eine Aufwertung als zeugnis- und versetzungsrelevantes Fach und der Öffnung dieser Sprachangebote für alle Kinder.

Mehtap Çağar

Bundesvorsitzende

 


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