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04.04.2018 - Presseerklärung
Der TBB fordert ein Neuaufrollen der Ermittlungen im Mordfall Burak Bektaş

Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) fordert ein Neuaufrollen der Ermittlungen im Mordfall Burak Bektaş

Burak Bektaş wurde vor sechs Jahren, am 05.04.2012, auf offener Straße von einem Unbekannten kaltblütig erschossen, seine Freunde Jamal und Alex lebensgefährlich verletzt.

Die Ermittlungen der Berliner Polizei und der Berliner Staatsanwaltschaft sind auch nach sechs Jahren ergebnislos.

„Der Angriff auf Burak und seine Freunde erfolgte nur wenige Monate nach der unfreiwilligen Aufdeckung des Nationalsozialisitischen Untergrundes. Hinzukommt, dass es keine vorherige Beziehung bzw. Kontakt zwischen dem Mörder und den Opfern gab, womit ein persönliches Motiv ausgeschlossen ist“, erklärte Ayşe Demir, Vorstandssprecherin des TBB. Deshalb spräche vieles dafür, dass es sich bei dieser Tat um ein rassistisches Motiv handeln könne.

„Leider fehlt es an öffentlichem Bewusstsein und politischem Willen, dieses grausame Verbrechen aufzuklären“, so Demir weiter.

Der TBB schließe sich der Forderung von Buraks Familie und der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş an, die Ermittlungen mit einem besonderen Augenmerk auf einen rassistischen Hintergrund neu aufzurollen. Darüber hinaus unterstütze der TBB die Forderung der Anwälte der Familie nach einer Übernahme des Verfahrens durch die Generalbundesanwaltschaft, was unverständlicherweise abgelehnt wurde.