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04.03.2005 - Presseerklärung
Bewirkt der CDU/CSU-Antrag wirklich die Versöhnung zwischen Türken und Armeniern?

Progressive Volkseinheit der Türkei (HDB)
Türkisch-Deutsche Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg (TDU)
Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (D?T?B)
Türkische Gemeinde zu Berlin (TGB)
Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg (TBB)

Die Dachverbände der türkischen Berlinerinnen und Berliner sind besorgt über den von der CDU-CSU in den Bundestag eingebrachten Antrag vom 22.2.2005 zum türkisch-armenischen Drama.

Wir stellen fest, dass die Ereignisse in den Jahren 1915-1918 unter Historikern und in der internationalen Gemeinschaft weiterhin unterschiedlich bewertet werden.

Diese tragischen Ereignisse, bei denen aus beiden Seiten hohe Verluste an Menschenleben zu beklagen ist, erfüllen keinesfalls die Kriterien eines Völkermordes.

Wir finden es absurd, historisch nicht geklärte Sachverhalte über politische Abstimmungen in Parlamenten beurteilen zu wollen. Diese Bewertung ist Aufgabe der Historiker.

Die Versöhnung sowie Frieden zwischen beiden Völkern und der Staaten können nur durch gegenseitiges Aufeinanderzugehen und vorurteilsfreien Dialog erreicht werden.

Unsere Besorgnis gilt insbesondere der Bewahrung des sozialen Friedens und friedlichen Zusammenlebens verschiedener Ethnien und Bevölkerungsteile in der Bundesrepublik. Eine undifferenzierte Diskussion bringt nicht nur die direkt betroffenen Bevölkerungsteile gegeneinander auf, sondern schürt auch Vorurteile und Ressentiments zwischen Eingewanderten und der Mehrheitsgesellschaft.

Wir fordern alle Politikerinnen und Politiker auf, in dieser sensiblen Frage verantwortungsbewußt zu handeln und einseitige Stellungnahmen zu vermeiden.


Türkische Gemeinde zu Berlin         Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg
Skalitzer Str. 134, 10999 Berlin Tempelhofer Ufer 21, 10963 Berlin
Tel. 615 59 67                         Tel. 623 26 24
Fax. 615 15 83                         Fax. 6130 43 10

 

 
     
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