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05.04.2017 - Presseerklärung
Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) fordert erneut gezielte Ermittlungen im Mordfall Burak Bektaş

Burak Bektaş wurde vor fünf Jahren, am 5. April 2012, auf offener Straße von einem Unbekannten kaltblütig ermordet, seine Freunde Alex und Jamal sind lebensgefährlich verletzt worden. Auch nach fünf Jahren sind die Ermittlungen der Berliner Polizei und der Berliner Staatsanwaltschaft immer noch ergebnislos.
 
„Es spricht vieles dafür, dass es sich hier um ein rassistisches Motiv handeln könnte“, erklärte Ayşe Demir, Sprecherin des TBB, und führte weiter aus: „Der Angriff auf Burak und seine Freunde ereignete sich nur wenige Monate nach der Aufdeckung der NSU-Morde und es gibt auch Parallelen zur rassistischen NSU-Mordserie, bspw. dass es keine Beziehung und keinen vorherigen Kontakt zwischen den Opfern und dem Täter gab.“
 
Ein persönliches Motiv sei damit ausgeschlossen. Da kein anderes Motiv ersichtlich sei, fordere Buraks Familie und die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak zu Recht neue Ermittlungen zu möglichen rassistischen Hintergründen und Motiven, so Demir.
 
Der TBB schließt sich diesem an und fordert die Ermittlungsbehörden auf,  die Ermittlungen in Richtung eines rassistischen und rechtsextremistischen Tatmotivs auszuweiten.