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09.10.2008 - Presseerklärung
Etwas Nachhilfe für Finanzsenator Sarrazin

Finanzsenator Sarrazin hat wieder einmal zugeschlagen und folgendes erklärt: „Ausländer müssen Amtsdeutsch lernen.“

Wir möchten Herrn Sarrazin auf das „Berliner Integrationskonzept 2007 - Vielfalt fördern – Zusammenhalt stärken“ erinnern. Dieses wurde vom Berliner Senat am 3.7.2007 beschlossen – vielleicht war Herr Sarrazin auf dieser Sitzung nicht anwesend oder vorübergehend eingeschlafen.

Im vom Berliner Abgeordnetenhaus am 13.9.2007 zur Kenntnis genommenen „Berliner Integrationskonzept 2007“ wird unter anderen ausgeführt:

„Kapitel 3.5
Integration durch Interkulturelle Öffnung
Erfolgreiche Integrationspolitik schafft eine neue Kundenorientierung in der Berliner Verwaltung und den sozialen Diensten: Zur langfristigen und erfolgreichen Integration gehört, dass hier lebende Migranten/-innen so in das System sozialer Versorgung und Unterstützung einbezogen werden, dass sie gleiche Entfaltungschancen haben. Dies geschieht in erster Linie durch eine Öffnung der allgemeinen Dienste und Einrichtungen. Diese müssen für alle Bürger/-innen in gleicher Weise zugänglich sein, also eine stärkere Kundenorientierung gegenüber Migranten/-innen entwickeln und für Bürgerfreundlichkeit sorgen. Schwerpunkte der interkulturellen Öffnung sind die migrantenspezifischen Verwaltungen (z. B. die Ausländerbehörde) und die Regelangebote in den Bereichen Jugend, Gesundheit und Alter sowie Soziales und Arbeit. Nur wo dies unverhältnismäßig aufwändig ist, sollte es weiterhin gesonderte Angebote für Migranten/-innen geben.
(….)
Die interkulturelle Öffnung einer Organisation schließt eine Vielzahl von Vorkehrungen ein, die sich weitgehend wechselseitig bedingen oder verstärken:
(…..)

• In diesem Zusammenhang ist auch auf eine erfolgreiche sprachliche Verständigung zu achten. Diese kann durch sprachkundige Mitarbeiter/-innen oder durch besondere, externe oder interne, Sprachmittler/-innen oder durch schriftliche Materialien in einschlägigen Migrantensprachen sichergestellt werden.

• Sowohl im Hinblick auf interkulturelle Kompetenz als auch im Hinblick auf Sprachkompetenz haben Mitarbeiter/-innen, die den Migrantencommunities entstammen, einen besonderen Stellenwert. Ihre Anwesenheit in Verwaltungen und Einrichtungen vermitteln darüber hinaus Migranten/-innen in der Rolle von Antragstellern/-innen, Nutzern/-innen usw. das Gefühl, nicht einer geschlossenen Bastion der Mehrheitsgesellschaft gegenüberzustehen. Der im Land Berlin bestehende Einstellungsstopp setzt der Beschäftigung von Migranten/-innen im öffentlichen Dienst zurzeit leider enge Grenzen.“